Meine drei Top-Tipps

Da ich sehr oft nach einfachen, schnellen Tipps gefragt werde, habe ich meine drei wertvollsten hier aufgeschrieben

1. Bring endlich deinen Hintern hoch.

Ich bin von solchen “Listen mit Tipps” ein bisschen enttäuscht, dieser Tipp ist die Begründung warum ich enttäuscht bin. Ich frage hin und wieder bei den Leuten die sich mein Abnehm-ABC geholt haben, was sie davon umgesetzt haben. Meistens bekomme ich Antworten wie “leider noch keine Zeit” “war im Urlaub” “ups, ganz vergessen” “geht nicht wegen den Kindern/Mann/Oma/Urlaub auf dem Mars….

Wahrscheinlich hast du schon zig, vielleicht hunderte solcher Tipps gelesen und – ich sag es dir ganz ehrlich – die folgenden hast du vermutlich auch schon fünf mal gesehen. Aber die Frage ist doch, wie viele hast du tatsächlich umgesetzt? Wie viele hast du dauerhaft durchgehalten? Albert Einstein bringt es auf den Punkt:

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.”

Welchen Tipp oder welche Methode du wählst, spielt eine untergeordnete Rolle, kein einziger Mensch auf dieser Welt ist je einen Marathon gelaufen, wenn er nicht mit dem ersten Schritt losgelegt hat.

…nimm endlich einen Tipp (am besten gleich den nächsten) und zieh es konsequent vier bis sechs Wochen durch!

Ansonsten lies hier einfach nicht weiter, akzeptiere dein Übergewicht und bleib wie du bist. Du wirst garantiert glücklicher leben weil du dir einfach den Stress mit abnehmen wollen aber nichts dafür tun und ständig mit einem schlechten Gewissen rum laufen nicht mehr antust! ….aber selbst dazu musst du, im übertragenen Sinne, deinen Hintern bewegen und diese Entscheidung treffen und nach ihr leben.

2. Zuckerlump-sugar-548647_1280

Einige Ernährungsberater die ich kenne sagen „Lass den Zucker weg dann ist dein Problem gelöst.“ Soweit gehe ich nicht, aber bei den meisten Menschen ist Zucker das Problem Nr. 1 und Verzicht darauf würde dein Übergewicht um 30 bis 50% reduzieren. Garantiert!

Nur mal mein Lieblingsbeispiel Süße Getränke. Ein paar Gläser Apfelschorle, Cola oder Fanta, vielleicht noch ein Döschen Red Bull und du hast ruck, zuck weit über 1.000 Kalorien zu dir genommen. Dazu kommt dann  morgens noch der leckere, unverzichtbare Cappuccino und abends ein, zwei Bierchen. Damit hast du nicht die geringste Chance auch nur ein einziges Gramm abzunehmen! So wenig kannst du gar nicht essen.

  • Der erste, wirklich alternativlose Schritt ist der Verzicht auf alle zuckerhaltigen Getränke!
  • Als nächstes willst du auf die süßen Teile vom Bäcker oder Konditor verzichten.
  • Später darfst du zum Zuckerdetektiv werden und dem ganzen versteckten Zucker in Fertiggerichten usw. auf die Schliche kommen.

JoghurtDie WHO empfiehlt maximal 25 Gramm Zucker pro Tag zu konsumieren, in so manchem Becherchen Fruchtjoghurt sind schon mal 37 Gramm! Klicke auf das Bild wenn du es groß sehen willst.

3. Führe ein Ernährungstagebuch

In Studien haben Teilnehmer die ein Ernährungstagebuch führten, doppelt so viel abgenommen wie die welche keines führten. Der wichtigste Grund dafür dürfte sein, dass du ein sofortiges bzw. sehr zeitnahes Feedback erhältst was du verbessern kannst.

In meinem Kurs stelle ich dir mein Ernährungstagebuch vor, außerdem meine selbst entwickelte extrem einfache “Faustregel”.

TagebuchDu hast zwei Möglichkeiten ein Ernährungstagebuch zu führen. Erstens Handschriftlich auf Papier, in einem kleinen Heft oder auf losen Blättern, was (zumindest bis ich mein eigenes Ernährungstagebuch in eine App umgesetzt habe) mein persönlicher Favorit ist.

Zweitens, mit Hilfe eines der vielen elektronischen Helferlein für Smartphone und Computer. Im Moment teste ich gerade die App “MyFitnessPal” die es kostenlos für iPhone und Android gibt.

MyFitnessPalEin paar Sachen stören mich, beispielsweise dass es beim eintragen keine eigene Rubrik für Getränke gibt oder auch dass man sich durch ellenlange Lebensmittellisten hangeln muss, ich habe gerade den Begriff “Ei” gesucht und bekomme rund 50 Treffer teilweise in Niederländischer Sprache. Ähnlich habe ich auch die App von “Weight Watchers” in Erinnerung.

Der Vorteil ist, dass du in der Kopfzeile sofort Feedback darüber hast wie viele Kalorien du heute schon verbraucht hast und wie viele du noch futtern kannst. Und immer wieder Hinweise beim eintragen, dass du beispielsweise dein Zuckerziel bereits erreicht hast und somit nichts mehr mit Zucker essen solltest. Oder, wie rechts im Bild, Informationen über das Lebensmittel. Klicke auf das Bild wenn du es groß sehen willst.

4. Plane deine Ernährung

Ja, ich weiß ich habe 3 Tipps angekündigt, den vierten gibt es als Bonus. Deine Ernährung/Speiseplan/Einkaufszettel zu planen ist einer meiner wertvollsten Tipps.

Das kannst du mit sehr geringem Zeitaufwand im Zusammenhang mit der Pflege deines Ernährungstagebuchs machen. Mangelnde Zeit ist somit keine Ausrede!

Plane zumindest grob ein paar Tage, ca. eine Woche im voraus.

Wenn du gute, gesunde, kalorienarme Lebensmittel gemäß deinem Plan zuhause hast, kommst du viel weniger in die Versuchung doch mal schnell eine TK-Pizza in den Ofen zu schieben oder beim Bäcker ein paar Butterbrezen und süße Teile mit zu nehmen. Ich selbst bin ja noch in einer Zeit und in einer Familie aufgewachsen in der es “Sünde” war Lebensmittel wegzuwerfen, auch wenn das mittlerweile ein paar Wochen her ist habe ich immer noch eine große Abneigung gegen das wegwerfen von Lebensmitteln. Dadurch bin ich auch ein bisschen unter Druck gesetzt, wenn ich jetzt was vom Fast Food Tempel mitnehme, dann muss ich meinen schönen Salat wegwerfen. Bei mir zumindest zieht das.

Plane abends immer den folgenden Tag!

Du weißt heute Abend zu 99% wie der morgige Tag ablaufen wird und kannst Probleme geschickt umschiffen.

  • Morgen um 10:00 ist die Abteilungsbesprechung die gerne mal bis 13:00 Uhr dauert, dann ist die Kantine schon zu und du hast einen Bärenhunger? Früher hast du dich gierig über deinen Süßigkeitenvorrat her gemacht, morgen hast du eine Buttermilch und ein Käsebrot dabei.
  • Du hast nach Feierabend noch einen Arzttermin, der meist etwas länger dauert? Bisher bist du dann noch schnell bei McDonalds vorbei, morgen hast du einen gesunden Snack in deiner Handtasche der die halbe Stunde bis du zuhause bist überbrückt. 
  • Auf dem Heimweg kommst du beim Bäcker vorbei wo es so appetitlich duftet? Morgen nimmst du die Parallelstrasse, die paar Minuten länger laufen tun dir sowieso gut.

Zum Schluss hier noch mal die Erinnerung, der Tipp Nr. 1 ist der wichtigste! Bewege deinen Hintern oder lass es sein!

Viel Erfolg!

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